Personaldiagnostik

Das MMI®: Multimodale Diagnostik
mit nur einem Instrument.

Interviews gehören zu den beliebtesten Personalauswahlinstrumenten – sowohl seitens der Bewerber als auch seitens der Personalverantwortlichen. Der entscheidende Nachteil klassischer, unstrukturierter Interviews liegt jedoch in ihrer geringen prognostischen Validität, d. h. ihrer geringen Aussagekraft über den künftigen Berufserfolg einer Person.

Das Multimodale Interview MMI® ist demgegenüber ein teilstandardisiertes Einstellungsinterview, das die Vorteile des klassischen Einstellungsgesprächs mit den Prinzipien moderner Psychometrie kombiniert. Seine hohe Validität sowie die Akzeptanz seitens der Kandidaten und Verwender wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Neben der Eignungsdiagnostik lässt es sich im Rahmen von Leistungsbeurteilungssystemen und zur Identifikation von Personalentwicklungsbedarf (Entwicklungsgespräch) einsetzen.

Das MMI® besteht aus strukturierten und freien Gesprächsteilen. Die Prinzipien der Multimodalität werden hier effizient und benutzerfreundlich in einem Personalauswahlinstrument vereint, indem die drei zentralen Ansätze moderner Eignungsdiagnostik (Eigenschaftsansatz, Verhaltensansatz und biographischer Ansatz) berücksichtigt werden. Durch diese Eigenart sowie die anforderungsanalytische Fundierung und die klare Struktur zur Navigation durch die Gesprächsteile erreicht Das Multimodale Interview MMI® eine außergewöhnlich hohe prognostische Validität von bis zu r=.52.

Das Multimodale Interview MMI® umfasst insgesamt acht Gesprächsteile:

1. Gesprächsbeginn (ohne Bewertung)

2. Selbstvorstellung

3. Freie Fragen

4. Fragen zu Berufs- und/oder Organisationswahl

5. Fragen zu Erfahrungen und Interessen

6. Realistische Tätigkeitsinformation (ohne Bewertung)

7. Situative Fragen

8. Gesprächsabschluss (ohne Bewertung)

Als Ergebnisse werden sowohl ein Gesamtwert als auch Werte der einzelnen Anforderungsdimensionen berechnet. Es besteht die Möglichkeit, die Interviewergebnisse mit Werten verschiedener Bezugsgruppen zu vergleichen. Durch den strukturierten Aufbau und die standardisierten Fragen mit Bewertungshinweisen zu den Bewerberantworten wird außerdem eine hohe Objektivität gewährleistet. Weitere Vorteile des Instruments liegen in der Ökonomie des durchschnittlich 45-minütigen Gesprächs (für Personalentwicklungszwecke ca. 60–90 Minuten) und der hohen Akzeptanz seitens der Bewerber – sie erleben Das Multimodale Interview MMI® als angenehme Gesprächsform mit informativem Charakter und als Hilfestellung zur persönlichen Entscheidungsfindung.

Das MMI® wird grundsätzlich zielgruppen- und unternehmensspezifisch entwickelt, in Zusammenarbeit mit Führungskräften und Personalverantwortlichen der jeweiligen Organisation. Auf diese Weise entsteht ein Gesprächsleitfaden, der die Besonderheiten des Unternehmens berücksichtigt und sich durch hohe beidseitige Akzeptanz auszeichnet.

Vor dem Hintergrund sowohl der DIN 33430 als auch des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind Arbeitgeber nicht nur gefordert, Auswahlverfahren einzusetzen, die hohen psychometrischen Standards entsprechen (z.B. Anforderungsbezug, Normierung und Qualifizierung der Verwender), sondern auch den Auswahlprozess und das Ergebnis und dessen Zustandekommen zu dokumentieren (Eine kurze Einführung hierzu findet sich z.B. bei Ubber, T. (2007). Personalrekrutierung im Lichte des AGG. In: Personalwirtschaft (11/2007). Köln: Wolters Kluwer.)

Gerade der Schutz des Arbeitgebers vor den Rechtsfolgen eines AGG-Verstoßes erfordert eine klare Dokumentation nicht nur der Auswahlentscheidung sondern auch der Interviewinhalte. Das kann bei unstandardisierten Interviews nicht gewährleistet werden.

Mit dem Multimodalen Interview MMI® erlangen Sie Rechtssicherheit: Das MMI® trägt nicht nur zur qualitativen Verbesserung von Auswahlentscheidungen und der Entlastung von Personalverantwortlichen aus HR und Linie bei - durch die anforderungsspezifische Entwicklung und eine klare Dokumentation aller Fragebereiche und der objektiven Antwortbewertungen kann kein Zweifel über die Rechtmäßigkeit des Interviewablaufs und der Ergebnisermittlung entstehen.

 

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